Stau und Baustellen in Richtung Fehmarn
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Wie entsteht ein Stau?
Wege aus der Misere:
Staus auf der Autobahn sind öde und nervig - vor allem dann,
wenn nicht zu erkennen ist, warum es nicht weiter geht. Teils ist
auch aus der Vogelperspektive weder ein Unfall noch eine Baustelle
zu sehen. Dafür dichter Verkehr und hohes Tempo. Die Folge: Die
Autos fahren immer enger aufeinander auf. Scheinbar ist das auch kein
Problem. Stoßstange an Stoßstange dahin zu rollen, wäre
sogar praktisch, denn alle kämen gut voran. Doch das bleibt ein
Wunschtraum.Denn wir sind zu träge, um rechtzeitig zu reagieren, wenn etwas passiert. Außerdem verhalten einige sich auch noch leichtsinnig. Wenn jemand in eine zu kleine Lücke drängt und die Nachfolgenden zum Bremsen zwingt, wird aus dem fließenden Verkehr der gefürchtete Stau aus dem Nichts. Die Autokolonne schiebt sich wie eine Ziehharmonika zusammen und bald stehen die ersten, ohne zu wissen warum. Wenn der Verkehrsstrom zu dicht wird, droht der Infarkt. Der Engpass löst sich erst wieder auf, wenn vorne mehr Autos abfließen, als hinten nachkommen.
Das Auflösen wird durch Geschwindigkeitsbegrenzungen erleichtert. Zwar geht es zunächst langsamer voran, aber dank kürzerer Abstände passen mehr Autos auf die Straße. Fischschwärme machen uns vor, wie es noch besser geht. Anders als wir reagieren sie ohne merkliche Verzögerung.
Nach diesem Vorbild der Natur wollen Wissenschaftler unsere Autos durch Radarsensoren reaktionsschnell machen. Ein Computer überwacht den Sicherheitsabstand und verhindert zu dichtes Auffahren. Wem das noch nicht reicht, dem sei die Idee eines Bastlers aus Oldenburg empfohlen: mit dem Flugauto raus aus dem Stau, hoch in die Luft. Und solange nicht zu viele auf die neue Technik umsteigen, droht über den Wolken so bald kein Stau aus dem Nichts.




