Der Südstrand

Der Südstrand

1852:
Der Gastwirt und Pensions Inhaber M. Tardel aus Burg Staaken rudert "Sommerfrischler", heute Sommergäste genannt, in den Binnensee zum Baden.

1857: 
Am 14. Juli wirbt das "Seebad Fehmarn" im Wochenblatt für die rechtzeitige "Subskription" des Zubringerbootes zum verankerten Badeschiff.

1868:  
Erste Badegäste, meist Akademiker, logieren in den wenigen Katen der Landzunge "op de Deep" bei dem Landwirt Mohns, dem Lotsen Adam und dem Fischer Ide.

1872:  
In der Nacht vom 12. zum 13. November verwüstet eine verheerende Sturmflut von bis zu drei Meter über Normal, weite Küstengebiete der westlichen Ostsee. "Op de Deep" sind alle Gebäude, bis auf das Fachwerkhäuschen des Fischers, von den Wassermassen zerstört. Jedoch spülte das aufgepeitschte Meer auch etwas frei, was Jahrhunderte unter Sanddünen begraben war: 

die Ruinen der einst prächtigen, vom dänischen König Waldemar II, um 1210 erbauten Burg Glambek.

Die Burg Glambeck mit dem Wartturm

Die Burg Glambek

1873:   
Diese Wiederentdeckung des geschiehtsträchtigen, dazu noch einmaligen hochmittelalterlichen Giebelhaus Festungsanläge, wurde durch viele Zeitungen publik und ließ viele Altertums Interessierte nach Fehmarn reisen. Die Schönheit der im Süden der Insel vorgelagerten Sanddüne, ließ viele Besucher länger verweilen und auch wiederkommen. Gastwirt Mohns baute mehrere "Badekarren" und 1875 das "Strandhotel zur Tiefe" .

1892:
Bürgermeister Matthias Lafrenz schafft durch umfangreiche städtebauliche Maßnahmen, wie Krankenhaus, Schützenhaus, Klinkerbürgersteige, Lindenalleen, Villenstraßen, spätere, Parks ect., die Voraussetzungen für eine spätere Badekonzession und somit den erwünschten Aufstieg des Fremdenverkehrs.

1901:
Aufforstung von lo.ooo QM des Sandriffs durch Mitwirkung des Heidekulturvereins. Bau des landesweit hervorragenden Burger Rathauses durch den Architekten C. Voß, welcher auf der Tiefe sein "Voß-Haus" baut und ein engagierter Vertreter dieser 25oo Meter langen und 5oo Meter breiten Landzunge zwischen Binnen und Ostsee wird.

1902:
Der "Verein Ostseebad zur Tiefe" wird gegründet, welcher sogleich Investitionen in Form einer reetgedeckten Schutzhütte, Anfänge einer Wandelbahn und die Auflage einer Werbepostkarte vornimmt: Gruß aus Ostseebad zur Tiefe!

1903:
Am 23.10 beginnt mit dem Fährbetrieb des Dampftrajekts "Fehmarnsund" die "Neuzeit', Inseleisenbahn am 7. Sebtember.

1905:
Eine hölzerne, reetgedeckte Strandhalle wird mit zwei Aborten errichtet. Der von Burg ersteigerte Sahrensdorfer Binnensee wird zwecks Karpfenzucht verschleust.

reetgedeckte Strandhalle

Die Wartburg

1908:  
Ausgrabung der Glambek unter Prof. Haupt, J.A. Bundies und dem Architekten Voß:  unermeßliche Altertumswerte kommen unter den Augen weitherbeigereister Archäologen ans Tageslicht.

1910:
Bau eines der Burgruine angepassten Hotels auf dem östlichen Wehrhügel, der 55 Jahre am Strand dominierende "Wartturm zur Glambek" entsteht aus Fels und rotem Klosterbackstein.

1914:
Der "Verein Ostseebad zur Tiefe" gerät in finanzielle Schwierigkeiten und der Gläubiger, die Stadt Burg, übernimmt mit der Verpflichtung der satzungsgemäßen Weiterführung, mit Bad und Strandeinrichtungen. Bau einer kleinen Bühne zur Gewinnung des dem Kies vorgelagerten weißen Sandes, Errichtung fester, Geschlechts getrennter Badehäuser unterhalb der Düne, Herstellung einer festen Straße zwischen den Binnenseen.

1936:
Bau zweier Holzbahnen zur weiteren Gewinnung und Festigung des sich stark verbreitenden   Sandstrandes.

1937:
Eduard Claußen wird Bürgermeister in Burg und betreibt energisch die kommunale Angliederung der zur Gemeinde Sahrensdorf gehörenden Tiefe.

1927: 
Am 3o. Juni Beschluss des Oberpräsidenten in Schleswig, die Tiefehalbinsel zum Zwecke einer gedeihlichen wirtschaftlichen Entwicklung in die Stadt Burg umzugemeinden. Der Verkehrsverein "Burgtiefe" wird von 117 Mitgliedern mit dem Ziel gegründet: Aufstieg zum Ostsee-Kurbad! "Propagandaleiter" Kunz  wird eingestellt, ein acht sitziges "Aussichtsmobil" und zwei Motorboote verkehren zum "Sonnenstrand", moderne Reihenkabinen werden als Damen und Herrenbad errichtet und erste Verkaufspavillons sowie Strandkörbe geben der Tiefe ein neuzeitliches Gepräge.

Strandburg

Strandburgen am Südstrand

1928:
Am 8. Februar wird die Vollkonzession für den ganzen Strand erteilt, eine Kurtaxenverodnung wird beschlossen, Steinsetzermeister Dresel schafft eine Wandelbahn von 76o Meter und eine Sturmflut am 19. Dezember zwingt zu umfangreichen Maßnahmen der Küsten Sicherung (Gefahr des Dünendurchbruchs).

1934:
Der erste, von später drei städtischen Omnibussen verkehrt planmäßig nach Burgtiefe.
8000 Übernachtungen resultieren daraus.

Strandleben

Der Südstrand mit Badegästen

1938:
Wegen der hohen Gästezähl von "Kraft durch Freude", Erweiterung des Badestrandes auf Sahrensdorfer Gebiet.

1939:
Errichtung eines großzügigen Strandhauses für den Gast und einer reetgedeckten Fahrrad- und Strandkorbhalle,

- Fast 3o Jahre bleiben diese Strandanlagen unverändert -


Spaziergang

Die Promenade des Südstrands

1963:
Bau der internationalen "Vogelfluglinie" mit der Fehmarnsund Brücke und dem Fährbahnhof Puttgarden.

1965: 
Mit dieser großen Verkehrserschließung der Insel, erfolgt ein moderner Ausbau des Südstrandes und die Schaffung eines zukunftsorientierten Ferien-Centrums und Bau der IFA Türme am Südstrand:

Der Bau der IFA Türme am Südstrand

Bau der IFA Türme

dem Ostsee Heilbad Burg auf Fehmarn


Der Südstrand heute

Der Südstrand heute mit den IFA Türmen

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