Nachstehender Überblick zeigt, wann in den letzten 50 Jahren recht große Schneehöhen gemessen bzw. starke Verwehungen aufgetreten sind. In einem der kältesten Winter der letzten 100 Jahre 1939/40 bildete sich in den Weihnachtstagen eine dünne Schneedecke, die dann bis Ende Februar liegen blieb. Die größten Höhen wurden am 11. Februar mit 40 cm, davon 19 cm Neuschnee und am 12. Februar mit 45 cm, davon 15 cm Neuschnee gemessen. In Husum ist eine Höhe von 40, in Neumünster eine solche von 60 cm ermittelt worden. Sehr viel Schnee bescherte dann aber der erste strenge Nachkriegswinter 1946/47 im März. Nachdem die Vormonate schon einige Schneefälle und mehrere Perioden mit einer geschlossenen Schneedecke gebracht hatten, lag der Schnee am 1. März bei 16 cm Neuschnee 20 cm hoch, diese Decke erhöhte sich am 7. März auf 42 cm, sie war dann am 10. auf den bisherigen Schleswiger Rekordwert von 48 cm angewachsen. Die letztgenannten Schneefälle waren von zum Teil starken bis steifen Nordostwinden begleitet, so daß es zu starken Verwehungen kam.

Die Schneedecke blieb dann noch bis zum 22. März liegen, am 23. waren nur noch einzelne Flecken vorhanden. Am 1. Februar 1956 wurden die größten Höhen im Raum Schleswig-Angeln angetroffen, in Holstein lag der Schnee nur 5 bis 10 cm hoch, in Schleswig dagegen 28 cm, davon 23 cm Neuschnee. Es schneite 3 Tage lang, allerdings bei schwachen Winden. Mit diesem Tage wurde einer der kältesten Februarmonate der letzten 100 Jahre eingeleitet. Am 21. Februar war die Schneehöhe auf 32 cm angewachsen, davon 6 cm Neuschnee. Die Schneedecke hielt bis zum 1. März.

Am 29. März 1.958 schneite es fast den ganzen Tag über, dabei wehte der Wind aus Ost mit 16 Stärke 5 bis 6 Bft. Vor allem im Raum Schles-wig-Flensburg-Angeln bildete sich eine 10 bis 15 cm hohe Neuschneedecke mit sehr hohen Verwehungen, die bewirkten, daß viele Autos und Busse auf dem Weg zur Grenze einschneiten. Am 1. März 1965 traten in einem Streifen von der Lübecker Bucht bis nach Dithmarschen 11/2 Tage lang zum Teil stärkere Schneefälle auf. In Dithmarschen und Lübeck lag der Schnee z.T. 30 cm hoch, davon 20 bis 25 cm Neuschnee. Im Landesteil Schleswig sind Schneehöhen von nur 1 bis 3 cm gemessen worden.

Weitere Bilder in unserer GalerieAuch im Hoch- und Spätwinter 1969 kam es in den südlichen Landesteilen zu zum Teil katastrophalen Schneeverwehungen. Am 17. Februar lag der Schnee im Raum Sege-berg-Lübeck-Eutin-Plön bis zu 35 cm hoch. Am 16. und 17. gab es vielfach mehr als 10cm Neuschnee. Bei Nordostwinden von Stärke 5 bis 6 Bft, an der Ostsee 6 bis 8 Bft traten starke Verwehungen auf. Fast 2 Tage lang (vom 25. bis 27. Februar) schneite es im Räume Plön-Eutin-Segeberg-Neumünster.

Bei östlichen Winden von Stärke 3 bis 4 Bft lag der Schnee am 26. bis zu 30 cm hoch. Schneefälle vom Nachmittag des 13. bis zum Abend des 14. März, verbunden mit südöstlichen Winden von Stärke 5 bis 6 Bft lösten außergewöhnlich starke Verwehungen im Raum Lübeck-Segeberg-Neumünster-Plön-Eutin aus. Vor allem in Ost- und Südostholstein hatten wir 10 bis 22 cm Neuschnee und 20 bis 35 cm Gesamtschnee. Im Jahrhundertschneewinter 1969/70, der Schleswig eine geschlossene Schneedecke an mehr als 100 Tagen brachte, hatte sich am 26. November eine 6 cm hohe Schneedecke gebildet. Die größten Höhen wurden am 3. und 4. Januar mit 28 bzw. 33 cm sowie am 16. und 17. Januar mit 27 bzw. 35 cm erreicht.

Eine geschlossene Schneedecke lag bis zum 11., eine durchbrochene bis zum 17. März, d. h. wir hatten an 112 Tagen hintereinander eine Schneedecke in Schleswig. Der Nachwinter brachte dem Gebiet Lübeck-Bad Segeberg und Teilen Ostholsteins am 11. April noch einmal 10 bis 20 cm Neuschnee und eine 15 bis 30 cm hohe Gesamtschneedecke. Auch in Schleswig sind noch einmal 17 cm Neuschnee ermittelt worden. An der Westküste des Landes blieb es dagegen schneefrei. Aus dem Jahre 1978 dürften noch der 18. und 19. März in Erinnerung sein, als im Ostseeküstengebiet und im nördlichen Hügelland an beiden Tagen 15 cm Neuschnee fielen und Gesamtschneehöhen bis zu 30 cm gemessen wurden. Dabei war es jedoch schwachwindig. Der Schnee blieb dann bis zum 23. März liegen.

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