Die geringe Küsten-Gliederung der Insel Fehmarn verdanken wir der letzten Eiszeit und deren Folgen. Sie ließ in allen Jahrtausenden seit dem Beginn dieser eiszeitlichen Vergletscherung vor 24.000 Jahren, die sich innerhalb von 4000 Jahren bis zur Berliner Eisrandlage ausdehnte und vor 15.000 durch leichte Erderwärmung ihren Rückzug antrat, dieses Eiland noch vor 9000 Jahren durch die planierende Gewalt der schmelzenden Gletscher als Flachmoräne mit kalkhaltigen Geröllmassen und Mengen an gerundeten Megalithen (Große Steine) als den östlichsten Zipfel des heutigen Holsteins wie eine Mondlandschaft zurück.

 

Fehmarn nach der Eiszeit

Fehmarn zur Zeit der Eiszeit

 

Ein Temperaturabfall von jahresdurchschnittlich 8 Grad führte in Skandinavien zum „ewigen“ Schneefall, der Firn-Eisgebirge von 3000 Metern entstehen ließ. Mit der Erwärmung formten sich die unteren, plastisch gewordenen Eismassen zu Lawinen und hobelten das gewaltige nordische Felsgestein unter heftigsten Stürmen ab. Sie transportierten diese auf einer langen Schlittenfahrt als „Wandernde Steine“ (Erratische Blöcke) mit Sand-, Kies- und Stein-Geröll in unsere Norddeutsche Tiefebene, wo Schutt- und Steinwälle als Moränen entstanden.

Die schmelzenden Eismassen ließen über 250 Süßwasserflüsse als Anfänge der westlichen Ostsee entstehen, welche die Tiefen vor Stockholm mit Wasser füllten. Diese Süßwasserfluten der „Baltischen Eissee“ vereinigten sich durch Landsenkung vor 7000 Jahren mit den über Skagerrak und Kattegat einfließenden und letztlich nach dem Durchbrechen der heutigen dänischen Inselwelt sich mit den Salzwogen der Nordsee füllten. Vor 6500 Jahren erreichte die „vereinigte“, versalzene Nord-Ostsee die Nordküste Fehmarns. Die fehlenden Einflüsse der Gletscher-Rinnen wie bei Lübeck, Kiel oder Schleswig ließen keine schützenden Landeinschnitte als Häfen entstehen. Erst vor 4300 Jahren wurde Fehmarn durch die Kräfte des Meeres mit der „Durchschneidung“ des Fehmarnsunds von Wagrien getrennt.

 

Frühe Karte von Fehmarn

Ein sehr frühe Karte von Fehmarn

 

Holzschnitt-Landkarte

Holzschnitt-Landkarte aus der "Stätechronik" des Andreas Angelus von 1597.

"Rarva Cimbria", so Fehmarn bereits im 9. Jahrhundert genannt, mit drei Landmarken

der Segel-Schifffahrt und der Stadt "Borch" als Mittelpunkt der Insel.

 

Relief

Höhenansichten der Insel Fehmarn geprägt duch die Eiszeit


Mit freundlicher Genehmigung von Karl Wilhelm Klahn

Author:
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2019/01/31
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