Zimmermeister Eyberg besorgte für 8oo Reichsmark den Abriß, wobei der Landeskonserva­tor sich die Zurückhaltung der bleiverglasten Fenster, der eichenen Kerbschnitztüren und verschiedener Altertums-Reiikte für geplante Museumsräume im großzügig geplanten Rat­hausboden oder einem Neubau auf einem Stadtgrundstück „op de Höhnerwei" zwischen dem Wulfner- und Blieschendorferweg, hier war auch 1903 der Bahnhof geplant, vorbehielt. Das Preis-Ausschreiben eines sechsköpfigen Preisrichterkollegiums anerkannte von den sieben eingereichten Entwürfen zwei gleichbewertete erste Preise mit je 700 Reichsmark für den Kieler Architekten Carl Voß unter dem Motto „Rathaus 1900" und den Berliner Architek­ten Solf & Wichards unter dem modernen Aspekt: „Ein Quadrat mit fünf Kreisen"!

Voß war mit seiner altstadt-anpassenden Vorgabe bei den Stadtvertretern Favorit, die Achil­lesferse hierbei war jedoch der Baupreis. Die Stadt Burg hatte Baukosten in der Höhe von 75.000 Reichsmark eingeplant, das Voßsche Pracht-Rathaus kostete 105 Reichsmark. Der Landeskonservator Prof. Dr. Richard Haupt bezeichnete die Vorlage als „eine unge­wöhnlich geschickte Leistung".

Die Burger Verantwortlichen ohne Rathaus beauftragten jetzt den Kieler Architekten, eine „Preis-Angleichung" vorzunehmen. Mit dem 2. Entwurf eines verkleinerten Verwaltungsgebäudes und weniger aufwendigen Türmchenverzierung etc., hofften die Stadtvertreter das große Bauwerk mit 85.000 Reichsmark finanzieren zu können. Das Planungsjahr 1899 war ein außergewöhnlich fruchtbares, steuerträchtiges Jahr gewe­sen mit durchschnittlich 4000 Kilogramm Weizen pro Hektar, welcher zu 15 Reichsmark pro Doppelzentner verkauft wurde, vielen Neubauten, Firmengründungen, Dampffähre geplant.

Am 22. September 1900 wurde südlich des Haupteingangs ein Bleikasten mit aktuellen Stadtutensilien vergraben und darüber der Grundstein in einer kleinen Feier gelegt.

Aus dem Stadt-Archiv der Stadt Fehmarn mit freundlicher Genehmigung von Karl Wilhelm Klahn

Kartenansicht von Rathaus Burg:

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Wissenswertes über Fehmarn

  • Burgstaaken ist einer der bekanntesten Häfen der Insel mit Fischerei- und Sportbooten.
  • Dank verlässlicher Winde ist Fehmarn bei Kitesurfern aller Könnensstufen beliebt.
  • Burg ist mit rund 6.000 Einwohnern der größte Ort und das Zentrum der Insel.
  • Im Hafen von Burgstaaken kann das ausgemusterte U-Boot U-11 als Museum besichtigt werden.
  • Bei Regenwetter bieten Meereszentrum, Museen und Erlebniswelten ein Programm.

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